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Sternchemie News

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Juli 2011

Sonnenblumen-Lecithin im Aufwind

Sternchemie: Anwendungstechnische Versuche für
maßgeschneiderte Lösungen

Sonnenblumenlecithin

Lecithin ist in vielen Bereichen der Lebensmittelbranche ein unentbehrliches Hilfsmittel. Als Nebenprodukt der Sojaölgewinnung ist es in den vergangenen Jahren jedoch in die Diskussion geraten. Hersteller, die Lecithin in ihren Produkten verwenden, dabei aber die Frage „Non-GMO oder GMO-Lecithin“ vermeiden wollen, setzen auf Alternativen wie Sonnenblumen-Lecithin. Einer der großen Anbieter ist Sternchemie. Der Spezialist im Bereich Food-Lipide bietet in diesem Segment maßgeschneiderte Lösungen für jeden Kunden.

„Sonnenblumen-Lecithin hat gegenüber Soja den großen Vorteil, dass es weltweit keine Spezies Sonnenblumensaat gibt, die genetisch modifiziert ist. Darüber hinaus ist Sonnenblumen-Lecithin hypoallergen und muss daher nicht deklariert werden“, erklärt Michael Heidland, Bereichsleiter Lecithin bei Sternchemie. „Da es in der Zusammensetzung der Fettsäuren und der einzelnen Phospholipide dem Soja-Lecithin sehr ähnlich ist, setzen immer mehr Unternehmen auf diese Alternative.“ Natürlich spielen auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Ein großes Problem ist die stark zunehmende Kreuzkontamination zwischen GMO und GMO-freiem Soja. Dadurch wird ein Nährboden für Spekulationen im Vorfeld der Ernte geschaffen, was sich deutlich auf die Marktpreise auswirkt. „Wir beobachten den Trend, dass große Supermarktketten und Discounter für ihre Handelsmarken zunehmend Alternativen zu Soja-Lecithin fordern. Für die Hersteller der Produkte ist das natürlich eine Herausforderung.“

Die Nachfrage nach Sonnenblumen-Lecithin steigt somit kontinuierlich. Aus diesem Grund hat sich Sternchemie in den vergangenen zwei Jahren sehr stark auf dieses Thema konzentriert. Unter anderem hat das Unternehmen umfangreich in die Produktion investiert. Am Standort in Polen, wo schwerpunktmäßig Sonnenblumen-Lecithin produziert wird, ist zum Beispiel seit Oktober 2010 ein neues Tanklager ist Betrieb. Gleichzeitig erfolgte der Aufbau intensiver und partnerschaftlicher Beziehungen zu den Ölmühlen, wie Heidland berichtet: „Hier sind wir nicht nur mit den Verkaufsabteilungen in Kontakt getreten, sondern haben uns mit der Produktion auseinandergesetzt, die Labore angeschaut und mit den Technologen vor Ort gesprochen. Durch diese Maßnahmen haben wir sowohl in puncto Quantität, als auch hinsichtlich der Rohstoff-Qualität die Weichen gestellt.“

Enger Austausch mit Kunden

Bei der Entwicklung der Produkte setzt Sternchemie auf den engen Kontakt zum Kunden. „Wir liefern keine Standardlösungen, sondern maßgeschneiderte Produkte für jedes einzelne Unternehmen – egal, ob Großkonzern oder Mittelständer“, so Heidland. „Das gilt auch im Bereich Sonnenblumen-Lecithin. Anhand von anwendungstechnischen Versuchen zeigen wir den Kunden Wege auf, mit denen sie problemlos Soja- durch Sonnenblumen-Lecithin ersetzen können, ohne die Produkteigenschaften zu verändern.“

Die Funktionalität von Soja-Lecithin ist hinlänglich bekannt, bei Sonnenblumen-Lecithin entstehen hingegen viele Fragen in Bezug auf Wirkungsweise und sonstige Eigenschaften. Sternchemie berät jeden Kunden und bietet von Anfang an anwendungstechnische Unterstützung. An konkreten Produkten der Kunden prüft das Unternehmen zum Beispiel Parameter wie Oxidationsstabilität, Sensorik, Viskositätseinstellungen oder Backeigenschaften, Farbe oder auch Art der Verarbeitung. Dadurch behält das Endprodukt trotz Austausch der Lecithine die bewährten Eigenschaften.

Vorteile durch vernetztes Arbeiten

Bei der Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen profitiert die Tochtergesellschaft der Stern-Wywiol Gruppe von der Infrastruktur des Firmenverbundes. Dazu gehört unter anderem das modern ausgestattete Technologiezentrum in Ahrensburg bei Hamburg – mit Lipidtechnikum, Backlabor, Mehl- und Rheologielabor und vielen weiteren Einrichtungen. Hier arbeitet Sternchemie eng mit den Anwendungstechnikern der Schwestergesellschaften zusammen – im Bereich Backwaren beispielsweise mit Mühlenchemie, bei Schokolade mit HERZA. Auch in puncto Produktion, Vertrieb und Logistik setzt das Unternehmen auf das internationale Netzwerk der Stern-Wywiol Gruppe. Dazu Michael Heidland: „Für die Produktion nutzen wir die Kapazitäten von SternMaid in Wittenburg und von Berg + Schmidt in Polen, Indien und Singapur. Und über unsere Auslandsbüros haben unsere Kunden stets einen Ansprechpartner vor Ort. Dank dieses Netzwerks können wir jedem Kunden den individuellen Service eines Mittelständlers und zugleich den Background einer leistungsstarken Ingredientgruppe bieten.“

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